Kühlung - uv-technik meyer gmbh, UV-Strahler, UV-Geräte und UV-Komponenten

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Kühlung

Die erforderliche Kühlluftmenge ist von der Leistung des UV-Strahlers abhängig und wird üblicherweise auf der Rückseite der Reflektoreinheit abgesaugt. In Sonderfällen kann die Kühlluft auch an der Rückseite eintreten und über den UV-Strahler geblasen werden.

Dabei besteht jedoch die Gefahr einer punktuellen Überkühlung des Strahlers (Düsenwirkung durch Luftschlitze, Wirbel), dieser Betrieb muss daher in einem Versuch überprüft werden.

Als Richtwert für die Kühlluftmenge können die in der nachfolgenden Tabelle genannten Werte zugrunde gelegt werden. Sie sind noch mit der elektrischen Strahlerleistung in kW zu multiplizieren.

 

Lampenleistung

40 bis 60 W/cm

70 bis 90 W/cm

100 bis 130 W/cm

140 bis 180 W/cm

200 bis 240 W/cm  

Luftmenge

30 m³/h * kW

40 m³/h * kW

50 m³/h * kW

65 m³/h * kW

90 m³/h * kW

 Hinzuzurechnen sind noch ca. 80 bis 100% für die Kühlung des umgebenden,
kundenseitigen Gehäuses.

Beispiel: Elektrische Leistung 6 kW bei 120 W/cm:
erforderliche Kühlluftmenge für die Reflektoreinheit: ca. 300 m³/h
zusätzliche Kühlluftmenge für das Umgehäuse: ca. 270 m³/h
Die Gesamtabluft beträgt also rund 600 m³/h.

Die allgemeine Erfahrung zeigt, dass eine Ablufttemperatur von 60 °C, nahe am Luftaustritt aus dem Trockner gemessen, eine ausreichende Kühlung anzeigt. Eine Ablufttemperatur von weniger als 40°C weist oft (muss aber nicht) auf eine zu starke Kühlung der Strahler hin.

Im Standby-Betrieb mit reduzierter Leistung muss die Kühlluftmenge meist verringert werden, um den UV-Strahler nicht zu überkühlen. Da die Luftreduzierung u. a. auch von den praktischen Einsatzbedingungen abhängig ist, muss sie in einem Versuch ermittelt werden. Die Luftreduzierung kann z.B. durch eine motorisch betriebene Drosselklappe, ein zweistufiges Gebläse oder ein stufenlos geregeltes Gebläse (mit FU) erreicht werden. Eine Überkühlung ist generell an einer auf Dauer zu niedrigen Brennspannung des Strahlers ersichtlich (UB kleiner als ca. 75-80% der Nennspannung).

Bitte beachten Sie, dass sich das notwendige Luftvolumen im Standby-Betrieb deutlich unterscheidet, wenn die Shutter offen oder geschlossen sind! Bei offenen Shuttern kann die o. g. Berechnung angewendet werden. Bei geschlossenen Shuttern ist ein deutlich höherer Luftstrom notwendig, um die durch die Nähe zur Lampe aufgeheizten Shutterklappen ausreichend zu kühlen. Dies kann u. U. das gleiche Volumen sein, welches bei Volllast benötigt wird. Durch die geschlossenen Klappen wird jedoch der Strahler geschützt und nicht zu kalt. Die genaue Einstellung des Luftstroms kann nur in Versuchen bei der Inbetriebnahme erfolgen. Dabei hilft die Überwachung der Strahlerspannung, s. Absatz vorher. Die Profiltemperatur sollte 300°C nicht übersteigen. Die Abluft muss wegen des Ozongehaltes über Dach abgeführt werden. Durch die relativ hohe Temperatur der Abluft zerfällt das Ozon recht schnell.

 
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